Faced Reality [DarkMetal]

Anno 1999
Als wir damals anfingen „Musik“ zu machen, schien es nicht mehr als eine fixe Idee zu sein, zumindest für Außenstehende. Matten & Stefan schlossen sich in Mattens Wohnung ein und versuchten echt düstere Musik zu machen. Nur so viel, von damals ist kaum ein Song übrig geblieben und die die es sind, werden in einem Atombunker vor der Außenwelt versteckt. Das war im Frühsommer 1999. Stefan glaubte zu singen, Matten auch und aber irgendwie war das ja dann auch nicht so die Erfüllung.

Kurz vorher hatte sich „Faced“ aufgelöst und wir dachten, na ja mal sehen vielleicht hat ja noch einer Bock was zu machen … so weit so gut. Also wurde beim WFF erstmal Max angequatscht, der ja damals noch Gitarrist war und mit dem Stefan schon bei Faced zusammen Musik machen durfte, ob er Lust hätte, bei uns die Gitarre zu malträtieren. Die hatte er. Obwohl ich denke, er konnte die Qualität der damaligen künstlerischen Ergüsse, reeller einschätzen als wir es taten. Ist eigentlich auch egal, weil sich der Musikstil ohnehin sehr schnell, sehr stark veränderte und wir feststellen mussten, dass wir Metal wesentlich besser beherrschen als Elektro- irgendwas.

Und das stimmt!

Vorübergehend hatten wir einige Versuche unternommen, unser Line-up mit fähigen Leuten zu vervollständigen, was aber meistens in die Hose ging.

Also starteten wir mit Matten und Max (Mathias & Mathias) an der Gitarre und Stefan am Gesang.

Anno 2000
Daran dass wir Thomas erst im August 2000 zu unserer Besetzung zählen durften, sieht man, dass es damals noch schwerer war Leute zu finden, als heute. Aber nun hatten wir ihn und die Band formierte sich neu. Matten ging an den Bass, Thomas war unser neues Gitarrenwunder, Stefan sang allein und Max war der einzige der seinen alten Job wie gewohnt weiter machte. Die Stimmung war so gut, dass wir am liebsten den Namen der Band überall verbreitet hätten …

… da gab’s nur ein Problem, wir hatten gar keinen.

Also setzten Matten und Stefan sich hin und grübelten über Namen und Schriftzüge nach und ich darf mit Fug und Recht behaupten, da ist leider nur Mist rausgekommen. (Beispiele verkneif ich mir lieber)

Also kamen wir zur Probe und waren genauso weit wie vorher, als Max sagte „ Warum nehmen wir nicht den alten Namen von Faced, wir hießen früher mal Faced Reality“ und wir uns dachten „Super, das hätte dir auch etliche Kreativitätssteigerer (sprich: Bier) früher einfallen können“. So war das mit dem Namen. Alle waren zufrieden, Max bekam ein Bienchen ins Muttiheft und nun sollte es endlich losgehen.

Der letzte Akt dieses Jahres war unser erster Auftritt im Easyrider (R.I.P.) am 09.12. und der war eine ziemlich gelungene Sache.

Anno 2001
Hier gab es dann schon einige Auftritte, bei denen sich rausstellte, dass „echte“ Musiker doch etwas lebendiger wirken als elektronische Spielereien. Also wieder auf Musikersuche begeben und erstaunlicherweise meldeten sich dieses Mal doch einige Interessenten, aber es sollte immer nicht sein. Als wir dann im Spätsommer Patrick kennen lernten, war er uns sofort sympathisch. Und als wir das „Bewerbungsgespräch“ auch noch in der Kneipe führten, liebten wir ihn schon fast.

Das bedeutete nämlich, dass wir jetzt anfangen können, wie eine richtige Band zu spielen und Max an das Schlagzeug wechseln konnte (da ist er jetzt noch und ich denk, er fühlt sich da auch ganz wohl).

Und irgendwie verschwand Thomas dann nach Australien, das ging so schnell, wir dachten erst der ver… uns. Das tat er aber nicht und verschwand tatsächlich, um ein Jahr in Australien das zu tun, was deutsche Jugendliche ein Jahr in Australien machen … Bier trinken! (Obwohl wir uns nicht ganz sicher sind, ob er nicht doch für die Buschbrände verantwortlich war, so als Nebenbeschäftigung … wer weiß.)

Na ja, Matten & Patrick spielten Gitarre, Max Schlagzeug, Stefan sang weiter, Thomas spielte Crocodile Dundee und auf einmal waren alle unsere Probleme beseitigt.

Denn Patrick sagte: „Ich kenn da jemanden, die könnte unser Keyboard spielen.“ Halleluja!

Wir waren schon erstaunt als wir feststellten, dass ein Teil der Band Katja, ab diesem Moment unsere Keyboarderin, schon kannte.

Anno 2001/2002
Als wir dann endlich eine komplette Besetzung hatten, gingen auch endlich einige Konzerte und die waren wirklich gut. Unterstützt durch Micha (Lost Innocence) und Gnüppel (Gjöll später Carven), die Matten am Bass unterstützten, damit er Gitarre spielen konnte, wurden ein paar gute Konzerte absolviert und einige (oder mehr) leckere Bierchen geleert.

Hier könnten ein paar sehr gute Bands genannt werden mit denen wir die Ehre hatten, zusammen zu spielen, was ich jetzt auch tun werde.

Da wären: Weiß Heim, Gjöll (jetzt Carven), Boiled Kilt, ADT, Fifty 50, Fallen Angels Symphony, Lost Innocence, Carbonix Acid und viele andere.

Anno 2002
Ganz wichtig … nein das Wichtigste im Jahr 2002, war eindeutig die Aufnahme unserer CD „Willkommen zur Revolution“, bei der alle Bandmitglieder mächtig Nerven ließen. Es wurde Bier und Kaffee getrunken und Hack-Brötchen gegessen, da hätte sich eine mittelgroße Stadt nicht verstecken müssen. Also hielten wir im Herbst das Rohwerk unserer ersten CD in den Händen. Ein ungeschliffener Diamant, würde ich bald sagen, der gut gepresst mit einem schönen Cover veredelt in einem einzigartigen Licht erstrahlt (klingt schon fast poetisch, ist aber die reine Wahrheit). Obwohl der Veredelungsprozess mal eben drei Monate in Anspruch nahm, hat es sich gelohnt und deswegen verlier ich da nun keine Worte mehr drüber.

Und die Geschichte, die man nicht vergessen sollte zu erzählen, ist die, als Thomas, genau an seinem Geburtstag, den Weg zurück zu uns fand … jaaa, da blieb kein Auge trocken.

Mit dem Erscheinen des Postboten, der im Dezember 300 pressfrische CD´s bei Stefan die Treppe hochhievte, wollen wir das Jahr beenden.

2003
Das Jahr begann erstmal gut, mit einer netten Record-Release-Party, bei der wir uns alkoholtechnisch alle nicht lumpen ließen. Sie war gut besucht, die Leute waren froher Dinge und ich denke es hat jedem gefallen.

Wir stürzten uns also mit jeder Menge Kampfgeist in das Jahr, aber es war schon wieder ein Donnergrollen am Line-up-Himmel zu hören.

Im März verließ unsere Keyboarderin Katja aus familiären Gründen die Band und wir belebten ein altes Hobby neu … Musikersuche….

official Website: http://www.facedreality.de

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