T.B.C. What? [Heavy/Punk]

Geboren wurden wir an einem regnerischen Abend, 1986 im Z6 – Café. Das heißt – die Idee wurde geboren. Zu spielen fingen erst ca. 2 Jahre später an, als wir die geeignete Mannschaft und dann auch noch einen tollen Proberaum in der katholischen MK hatten.

Wir könnten also eigentlich schon das X Jubiläum feiern, tun wir aber nicht! Aus Solidaritätsgründen! Außerdem können wir auch ohne Feiern lustig sein.

Na ja, wir probten also Anfangs katholische Songs um die Mönche in der MK nicht zu verärgern, (stimmt gar nicht!) als wir Weihnachten 1988 von den Tonart – Menschen auf die Zirmbach – Alm zu unserem ersten Konzert geladen wurden.

Wir schlugen damals ein wie ein Vorschlaghammer, die Kühe sind noch heute beeindruckt, und es nicht bewiesen, daß nicht doch wir Schuld an der BSE – Krise haben.

Weil wir gerade dabei sind: Mittlerweile haben wir fast 80 Konzerte auf dem Buckel und mindestens 2 Staatspolizeiliche Untersuchungen.

Kurz nach dem Weihnachtskonzert – das wir die nächsten Jahre auch pünktlich wiederholten – traten wir dann auf dem legendären Sid Vicius Konzert auf, welches uns schlagartig in die Top 100 der Innsbrucker Punk Bands katapultierte. Trotz des absehbaren Welterfolges blieben wir auf dem Boden und änderten unseren Lebensstiel kaum. Wir – das waren damals noch Kermit, Roberto, Gonzo und Lemi – überließen die Major – Deals Bon Jovi und den anderen, und musizierten fröhlich weiter.

Wir nahmen eine kleine Kassette auf, nannten sie „Rette deinen Arsch“ und waren bis auf weiteres sehr, sehr glücklich.

Bis es dann soweit war und Sänger und Gitarrist Lemi aus Unfähigkeitsgründen gefeuert wurde. Die Gitarre ersetzte dann Gonzo’s Bruder Fredy und als Sänger wurde nach langem Betteln und Flehen doch Lemi behalten. Wir sind schließlich keine Unmenschen.

Zu fünft stellten sich jedoch Proberaumschwierigkeiten ein, welche sich noch erschwerten weil wir alle unheimlich dick wurden. Wir brauchten immer mehr Platz.

An Tiefschläge aller Art gewöhnt, ließen wir uns nicht abschrecken und nahmen das zweite Tape

&#xAngriff der Killerkakerlaken“, ein verkanntes Gesamtkunstwerk auf.

Wir spielten Land auf – Land ab, in Ost und West, oben und unten, und fast überall in halb Österreich. Nur hat’s fast niemand gesehen. Trotzdem, oder gerade deshalb, schafften wir es auf eine kleine und nette Fangemeinde (wenn man das so nennen darf), denen wir hiermit 1000 mal danken wollen, weil sie dem Sänger immer beim „Bullenstaat“ singen helfen. Dankeschön!

Die Jahre vergingen, wir wurden älter, schöner und noch dicker und die CD wurde geboren. Die zweittollste CD weltweit hieß „Lärm, Tumult und Trubel“ von T.B.C. WHAT?. Sie war sehr schön, sehr rund und sie spiegelte auf der Unterseite. Die Massen waren begeistert! Von Michal Jackson, Tina Turner und den Zillertaler Schürzenjägern.

Wieder verging die Zeit, wir spielten mal hier, mal dort, arbeiteten mal dort, mal da, waren wieder Arbeitslos und das Leben war lustig. Wir unterstützten die Österreichische Alkoholindustrie wo wir nur konnten und waren so manchen Mitelchen nicht abgeneigt. Und aus Trauer über die gesellschaftliche Entwicklung, Niedergeschlagenheit wegen der vielen Toten und vor allem Faulheit, folgte eine Zeit der Unproduktivität. Wir saßen in unserem Proberaum, unterhielten uns über die Welt und unsere Probleme, die vor unseren Augen zu gigantischen Proberaum monstern mutierten und sagten unentwegt „No Problem“. Pausenlos. Kermit, der Bassist wurde inzwischen so dick daß er nicht mehr in den Proberaum paßte und wir mußten ihn entlassen. Er ging mit Tränen in unser aller Augen und in ewig währender Freundschaft. Hallo Kermit!

Nach ihm kam – nach kurzer Vermählung mit Steini – der von uns seit langem hochverehrte und hochgeachtete Stubaier Spitzenmusiker, Herr Hubsi. Ein gewaltiger Bursche von 326 Kilogramm.

Mit ihm rafften wir uns wieder auf und beschlossen wieder eine Kassette aufzunehmen um der viel zu schönen CD den Kampf anzusagen. Wir wollten wieder häßlich, schlecht und dumm sein, was uns wahrscheinlich mit BSE WHAT? ganz gut gelungen ist.

Wir machten nämlich nicht mit beim Verkauf von Punk, der gräßlichen Ausschlachtung aller Ideologien und der Gehirnwäsche durch kleine spiegelnde Scheiben und anderem Zeug.

Nachdem sich dieses Tape mit beinahe atemberaubender Geschwindigkeit verkaufte, war natürlich erstmal Zeit für einen Urlaub jenseits jeden Presserummels, um uns in den leichtverdienten Millionen zu baden.

Bald kamen wir mit leeren Taschen zurück, hungerten eine Weile, und begaben uns – mittlerweile wieder so dünn, daß wir nicht einmal die Tür öffnen mußten – in den Proberaum. Tja, seitdem lungern wir da unten rum, versaufen unser hart erarbeitetes Geld und basteln an einem neuen Meisterwerk, welches hoffentlich bald unter dem Namen „Numero 5″ erscheinen wird. Wir sind jedenfalls guter Dinge und haben noch jede Menge vor.

So schnell werden wir nicht aufgeben, wo unsere Ziele eh nicht allzu hoch gesteckt sind. Ist aber auch egal! Die Vereiskaltung jedes Einzelnen, kann eh nur jeder Einzelne verhindern. Oder so.

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