Archive for Januar, 2009

Eastribe – Demo

Montag, Januar 12th, 2009

Eines Tages kam ich nach Hause und sah ein kleines Päckchen aus Bulgarien auf dem Tisch liegen. Der Inhalt war diese CD, doch leider fehlten Tracklist, der Titel der Scheibe sowie eine Bandinfo. Was machen? Genau! Ab ins Internet. Doch auch die angegebene Adresse nützte mir nichts da keine Homepage vorhanden war. War ich also einem Phantom auf der Spur?

Jedenfalls liefern uns Eastribe ein Album mit 10 Tracks (wie gesagt leider ohne Namen), das im Alleingang aufgenommen wurde. Die Soundqualität lässt demnach bei einigen Songs sehr zu wünschen übrig, was aber nicht viel ausmacht, da so teilweise Undergroundstimmung hochkommt. Wie könnte man aber die Musik an und für sich beschreiben? Ganz einfach, wie System of a Down mit gelegentlichen Einflüssen von Korn. Sogar der Sänger klingt stellenweise wie Serj Tankian. Im Großen und Ganzen nicht wirklich ein großes Kunstwerk, aber man hört dass sich die Jungs Mühe geben und Spaß an der Sache haben.

Bei Gitarre und Bass kann man sich gar nicht beschweren, das Schlagzeug jedoch hört sich etwas stumpf an. Die Songs sind zwar gelungen aber leider fehlen irgendwelche Höhepunkte, die der Scheibe das gewisse Etwas verpasst hätten. Auch ein bisschen mehr Eigenständigkeit wäre auch kein Fehler, da es die Musiker sicher drauf hätten.

Absolute Soad-Anhänger und Fans von moderner Musik werden mit dieser Scheibe aber sicher spaß haben.

 

6/10 Points – reviewed by Deathman

official Website: http://www.myspace.com/eastribe

Ebola – In Borrowed Plumes

Montag, Januar 12th, 2009

Das Wort Ebola hat mehrere Bedeutungen. Zum einen gibt es da die Krankheit, deren Symptome unter anderem Durchfall und Erbrechen sind. Und dann gibt es noch diese italienische Metalband. Ob deren aktuelles Album auch für Durchfall und Erbrechen sorgen wird (hehe), werde ich euch nun hier verraten.

Anfangs als reines Metalcore-Projekt gestartet, hat sich Ebola nun doch klar weiterentwickelt und viele neue Elemente in dieses Genre hineingefegt. Eiskalte Riffs, die an gewisse Black Metal Scheiben erinnern, prägen sich markant in das Gesamtbild von „In Borrowed Plumes“ ein und lassen eine „rohe“, hasserfüllte Atmosphäre entstehen, was mich auch zum Gesang bringt. Abwechselnd clean und „schreiend“ kämpft sich Teg (Vocals) durch die komplette Scheibe. An manchen Stellen scheint man von Dämonen besessene Katzen, die gerade übelst vom Nachbarskater vergewaltigt werden, rauszuhören. Ok, vielleicht ist diese Beschreibung etwas zu übertrieben – der Gesang ist allerdings auf jeden Fall auf seine eigene Art und Weise interessant. Ständige Wechsel von schnellen, energiegefüllten Parts in ruhige, einschläfernde Teile bestimmen hierbei die gesamte CD – eine etwas zu anstrengende Kombination. Nach mehreren Durchläufen verliert das Werk der Italiener allerdings an Spannung und wird schnell ein wenig langweilig. Man kann als Metalcore / Screamo-Fan durchaus mal reinhören, wird aber wahrscheinlich nicht vom Sessel umkippen. Für Ebola-Symptome sorgt „In Borrowed Plumes“ also bestimmt nicht – es wird aber auch nicht alle Metalcore-Freunde umhauen.

Tracklist:

1. Dimenticare

2. Lemuria

3. Lucio Fulci has got a new mania

4. Tragica

5. Ancora steso a terra

 

5/10 Points – reviewed by Agarr

official Website: http://www.ebolarm.com

EERINESS – Paths

Montag, Januar 12th, 2009

Fans von kitschigen Düster-Klängen haben einen Grund zur Freude, denn endlich erscheint wieder einmal eine Platte, die man sich am besten bei Kerzenschein und einem Gläschen Wein zu gemühte führen soll. Mit Paths erwartet uns das zweite Album der schweizer Gothic-Metaller Eeriness, das sich um einiges härter und komplexer präsentiert als das Debüt „A Life Beyond The Shades Of Time“.

Dass man sich auf dieser Scheibe reichlich an Klischees bedient, dürfte wohl auch keinen mehr überraschen: weibliche, opernhafte Vocals, männliches Gegrunze, und, und, und. Gleich sieben Musiker gehen bei dieser Truppe zu werke, wobei 3 Mitglieder Frauen sind, die, wie könnte es anders sein, für Gesang, Violoncello und Keyboard zuständig sind, während Männer wieder mal Gitarren und Drums spielen dürfen.

So nun aber zu den Songs. Gleich beim Opener „Grief and Despair“ zog es mir eine Gänsehaut auf. Die Gitarren, das Chello, die Gesänge einfach alles konnte mich hier gleich begeistern. Dementsprechend erhofft man sich natürlich, dass die anderen Tracks diesen Standart halten können und man wird zum Glück nicht enttäuscht. Der Grossteil dieser CD ist sehr gelungen, auch wenn die eine oder andere Nummer mehrere Durchläufe benötigt um zu gefallen.

Es überrascht sehr, dass der weibliche Gesang nicht dominant ist, sondern sich mit dem männlichen Gegenstück die Waage hält. Auch Keyboard und Gitarren werden gleicher Maßen eingesetzt und man hört sofort, dass die Musiker ihr Handwerk verstehen. Das Beste ist jedoch das Chello, das sehr effizient genutzt wurde und so das Tüpfelchen auf dem i darstellt.

Doch leider haben sich mit „Beyond the Shades“ und „Drifting Finitness“ zwei Songs eingeschlichen, die sogar nach mehrmaligen Durchläufen eher unspektakulär erscheinen. Macht aber nichts, denn trotz allen Klischees und der teilweise fehlenden Eigenständigkeit ist Paths eine wirklich gute Scheibe geworden, mit der vor allem Fans von Nightwish eine Freude haben werden.

Tracklist:

01. Grief and Despair

02. Neurosia03. Afraid to lose

04. Facing up to my destiny

05. The Cruelty of Life

06. Thanatos

07. Overshadowed

08. Beyond the Shades

09. Time

10. Drifting Finitness

 

8/10 Points – reviewed by Deathman

official Website: http://www.eeriness.ch

Embraced – Within

Montag, Januar 12th, 2009

Eine eher unbekannte Band, aber für Liebhaber von Gothic Black Metal ist sie sehr empfehlenswert!

Die Stimme des Sängers auf diesem Album ist ähnlich der Sängerstimme von „Children of Bodom“. Da hört der Vergleich aber auch schon auf! Die CD ist etwas melodisch, was am großen Gothic-Einfluss liegt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Fans von „Cradle of Filth“ diese CD doch irgendwie mögen würden.

Das Artwork und Booklet sind sehr einfach, jedoch recht gut gelungen. Jedenfalls sind im Booklet, das sehr schwarz ist, alle Texte vorhanden und Fotos von einzelnen Bandmitgliedern die teilweise mit einem rötlich-schwarzen (eher schwarzen) Schatten überdeckt sind. Irgendwie empfehlenswert für Leute die wirklich auf Gothic Black Metal stehen. Sonst ist das Ding den Normalpreis nicht wert (für mich jedenfalls). Aber es ist und bleibt ein unvergessliches, gutes Album!

Tracklist:

1. Solitude Of My Own

2. Within Me

3. The Fallen

4. Putrefaction

5. Era Of Changes

6. Nighttime Drama

7. Sacred Tears

8. Blessed Are Thou

9. Outro

 

5/10 points – reviewed by Ecco

Emmure – Goodbye To The Gallows

Montag, Januar 12th, 2009

In den rasanten Zeiten des Internets ist es erfreulich, dass sich 5 Jungs im weltweiten Datennetz kennen lernen und sich zusammenraufen, um an einem Musikprojekt zu arbeiten. Was dabei rauskommt ist das stark emotional angehauchte Debut-Werk „Goodbye To The Gallows“, zumindest meinen die Amis damit die Gefühlsebene der Hörer ansprechen zu können.

Überraschend heavy und groovy wandern die Schallwellen von meiner Anlage in die Ohren und weisen darauf hin, dass der Rest der Scheibe tatsächlich was draufhaben könnte. Typisch für Hardcore werden oft Breaks eingebaut und es wird sich der 2-Steps-Philosophie angeschlossen – und das ganze noch schön tief gehalten. Allerdings wirds nach 4 – 5 Tracks verdammt anstrengend dem zum Teil schleppenden Sound zu folgen. Emmure selbst meinen, Musik für etwas depressivere Momente kreiert zu haben – wenn ich mir „Goodbye To The Gallows“ allerdings in solch einem Moment ganz anhören würde, müsste ich mich von der Brücke stürzen. Interessanterweise wird thematisch das zerfallene Liebesleben eines Jungen besprochen, der sich zum Schluss ebenfalls in den Tod stürzt (allerdings durch Aufhängen – auch eine gute Methode). Aber mal Scherz beiseite: ganz so schlimm ist es nicht. Wer auf tiefer gelegte „Hatebreed“ und „Every Time I Die“ stehen könnte, dem wird Emmures Scheibe sicherlich mehr als gefallen. Schließlich sagen sie ja selbst „We’re looking to be the heaviest, most emotionally moving band out there“. Vielleicht gelingt es ihnen eines Tages auch… Alle anderen, die mit Mischmasch-Sachen aus Hardcore und Metal nichts anfangen können, suchen sich schon mal die nächste Brücke, oder den nächsten Baum. ;-)

Tracklist:

1. A Ticket For The Paralyzer

2. 10 Signs You Should Leave

3. When Keeping It Real Goes Wrong

4. Rusted Over Wet Dreams

5. You Got A Henna Tattoo That Said Forever

6. Travis Bickle

7. Sleeping Princess In Devil’s Castle

8. The Key To Keeping The Show Fresh Is… I’m Dead

9. It’s Not Just A Party, It’s A Funeral

10. When Everything Goes Wrong, Take The Easy Way Out

 

6/10 Points – reviewed by Agarr

official Website: http://www.emmure.com