Archive for the ‘VI. Reviews’ Category

EERINESS – Paths

Montag, Januar 12th, 2009

Fans von kitschigen Düster-Klängen haben einen Grund zur Freude, denn endlich erscheint wieder einmal eine Platte, die man sich am besten bei Kerzenschein und einem Gläschen Wein zu gemühte führen soll. Mit Paths erwartet uns das zweite Album der schweizer Gothic-Metaller Eeriness, das sich um einiges härter und komplexer präsentiert als das Debüt „A Life Beyond The Shades Of Time“.

Dass man sich auf dieser Scheibe reichlich an Klischees bedient, dürfte wohl auch keinen mehr überraschen: weibliche, opernhafte Vocals, männliches Gegrunze, und, und, und. Gleich sieben Musiker gehen bei dieser Truppe zu werke, wobei 3 Mitglieder Frauen sind, die, wie könnte es anders sein, für Gesang, Violoncello und Keyboard zuständig sind, während Männer wieder mal Gitarren und Drums spielen dürfen.

So nun aber zu den Songs. Gleich beim Opener „Grief and Despair“ zog es mir eine Gänsehaut auf. Die Gitarren, das Chello, die Gesänge einfach alles konnte mich hier gleich begeistern. Dementsprechend erhofft man sich natürlich, dass die anderen Tracks diesen Standart halten können und man wird zum Glück nicht enttäuscht. Der Grossteil dieser CD ist sehr gelungen, auch wenn die eine oder andere Nummer mehrere Durchläufe benötigt um zu gefallen.

Es überrascht sehr, dass der weibliche Gesang nicht dominant ist, sondern sich mit dem männlichen Gegenstück die Waage hält. Auch Keyboard und Gitarren werden gleicher Maßen eingesetzt und man hört sofort, dass die Musiker ihr Handwerk verstehen. Das Beste ist jedoch das Chello, das sehr effizient genutzt wurde und so das Tüpfelchen auf dem i darstellt.

Doch leider haben sich mit „Beyond the Shades“ und „Drifting Finitness“ zwei Songs eingeschlichen, die sogar nach mehrmaligen Durchläufen eher unspektakulär erscheinen. Macht aber nichts, denn trotz allen Klischees und der teilweise fehlenden Eigenständigkeit ist Paths eine wirklich gute Scheibe geworden, mit der vor allem Fans von Nightwish eine Freude haben werden.

Tracklist:

01. Grief and Despair

02. Neurosia03. Afraid to lose

04. Facing up to my destiny

05. The Cruelty of Life

06. Thanatos

07. Overshadowed

08. Beyond the Shades

09. Time

10. Drifting Finitness

 

8/10 Points – reviewed by Deathman

official Website: http://www.eeriness.ch

Embraced – Within

Montag, Januar 12th, 2009

Eine eher unbekannte Band, aber für Liebhaber von Gothic Black Metal ist sie sehr empfehlenswert!

Die Stimme des Sängers auf diesem Album ist ähnlich der Sängerstimme von „Children of Bodom“. Da hört der Vergleich aber auch schon auf! Die CD ist etwas melodisch, was am großen Gothic-Einfluss liegt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Fans von „Cradle of Filth“ diese CD doch irgendwie mögen würden.

Das Artwork und Booklet sind sehr einfach, jedoch recht gut gelungen. Jedenfalls sind im Booklet, das sehr schwarz ist, alle Texte vorhanden und Fotos von einzelnen Bandmitgliedern die teilweise mit einem rötlich-schwarzen (eher schwarzen) Schatten überdeckt sind. Irgendwie empfehlenswert für Leute die wirklich auf Gothic Black Metal stehen. Sonst ist das Ding den Normalpreis nicht wert (für mich jedenfalls). Aber es ist und bleibt ein unvergessliches, gutes Album!

Tracklist:

1. Solitude Of My Own

2. Within Me

3. The Fallen

4. Putrefaction

5. Era Of Changes

6. Nighttime Drama

7. Sacred Tears

8. Blessed Are Thou

9. Outro

 

5/10 points – reviewed by Ecco

Emmure – Goodbye To The Gallows

Montag, Januar 12th, 2009

In den rasanten Zeiten des Internets ist es erfreulich, dass sich 5 Jungs im weltweiten Datennetz kennen lernen und sich zusammenraufen, um an einem Musikprojekt zu arbeiten. Was dabei rauskommt ist das stark emotional angehauchte Debut-Werk „Goodbye To The Gallows“, zumindest meinen die Amis damit die Gefühlsebene der Hörer ansprechen zu können.

Überraschend heavy und groovy wandern die Schallwellen von meiner Anlage in die Ohren und weisen darauf hin, dass der Rest der Scheibe tatsächlich was draufhaben könnte. Typisch für Hardcore werden oft Breaks eingebaut und es wird sich der 2-Steps-Philosophie angeschlossen – und das ganze noch schön tief gehalten. Allerdings wirds nach 4 – 5 Tracks verdammt anstrengend dem zum Teil schleppenden Sound zu folgen. Emmure selbst meinen, Musik für etwas depressivere Momente kreiert zu haben – wenn ich mir „Goodbye To The Gallows“ allerdings in solch einem Moment ganz anhören würde, müsste ich mich von der Brücke stürzen. Interessanterweise wird thematisch das zerfallene Liebesleben eines Jungen besprochen, der sich zum Schluss ebenfalls in den Tod stürzt (allerdings durch Aufhängen – auch eine gute Methode). Aber mal Scherz beiseite: ganz so schlimm ist es nicht. Wer auf tiefer gelegte „Hatebreed“ und „Every Time I Die“ stehen könnte, dem wird Emmures Scheibe sicherlich mehr als gefallen. Schließlich sagen sie ja selbst „We’re looking to be the heaviest, most emotionally moving band out there“. Vielleicht gelingt es ihnen eines Tages auch… Alle anderen, die mit Mischmasch-Sachen aus Hardcore und Metal nichts anfangen können, suchen sich schon mal die nächste Brücke, oder den nächsten Baum. ;-)

Tracklist:

1. A Ticket For The Paralyzer

2. 10 Signs You Should Leave

3. When Keeping It Real Goes Wrong

4. Rusted Over Wet Dreams

5. You Got A Henna Tattoo That Said Forever

6. Travis Bickle

7. Sleeping Princess In Devil’s Castle

8. The Key To Keeping The Show Fresh Is… I’m Dead

9. It’s Not Just A Party, It’s A Funeral

10. When Everything Goes Wrong, Take The Easy Way Out

 

6/10 Points – reviewed by Agarr

official Website: http://www.emmure.com

Emperor – Prometheus – The Discipline of Fire & Demise

Montag, Januar 12th, 2009

Emperor sind eine Legende und jeder kennt sie oder sollte sie zumindest kennen.

Auf diesem Album wird hochqualitativer Oldschool Black Metal geboten, der leicht mit Thrash-Elementen verschmolzen ist. Die Stimme des Sängers ist gefällt mir persönlich an den meisten Stellen eher nicht so, aber das ist Geschmackssache. Auf jeden Fall ist Ihsahn ein sehr guter Sänger und hat auch eine schöne, an manchen Passagen sehr klare Stimme. Was mich aber daran stört ist, das häufige, dominierende Kreischen, gepaart mit hohen Gitarren-Riffs. Ich finde es auf Dauer etwas lästig beziehungsweise störend, aber wie gesagt, ist das Geschmackssache und darüber lässt sich nicht streiten. Natürlich fehlen auch nicht schnelle Drums auf dieser Scheibe.

Schlecht ist dieses Album auf gar keinen Fall und ich kann gut genießen, obwohl nicht voll und ganz mein Musikgeschmack ist. Die Musik, und die ist ja eigentlich das was zählt, ist von hoher Qualität und sehr gut.

Das Booklet ist auch sehr schön ausgefallen und ist in dunkelgrünen und dunkeltürkisenen Farben gehalten.

Es hängt dicht mit der Geschichte von Prometheus (aus einer römischen Sage) zusammen, der als Strafe, dass er den Menschen das Feuer vom Himmel gebracht hat von den Göttern bestraft wurde, indem ein Adler ihm jeden Tag, bei lebendigem Leibe eines seiner Organe auspickt und er nichts dagegen tun kann, weil er gefesselt auf einem Felsen ist und das jeweilige, aufgepickte Organ in der Nacht wieder nachwächst. Die Strafe gilt für die Ewigkeit. Hart, oder?

Es sind alle Texte des Albums vorhanden und man findet darin auch viele Malereien, jedoch keine Fotos der Bandmitglieder.

Ich habe den Kauf dieses Album sicher nicht bereut. Es ist es wert!

Tracklist:

1. The eruption

2. Depraved

3. Empty

4. The Prophet

5. The tongue Of Fire

6. In The wordless Chamber

7. Grey

8. He Who Sought The Fire

9. thorns On My grave

 

6/10 Points – reviewed by Ecco

Enthroned– Carnage in Worlds Beyond

Montag, Januar 12th, 2009

Der Klassiker der Berliner Black Metaller!

Enthroned sind keine Einsteiger in ihrer Musikrichtung und mit viel Erfahrung konnten sie dieses gute Album fabrizieren. Schnelle Drums, klassische Riffs und ein Gekrächze aus der Hölle, bzw. aus Sabathans Kehl vermischen sich hier zu chaotischem Black Metal. Typisch sind hier auch die Thrash Metal –artigen Hintergrund-Riffs, welche in fast jedem Song vorhanden sind und sehr zur Atmosphäre beitragen. Ohne diese Charakteristika wäre Enthroned nicht Enthroned! Das dicke Booklet hat übrigens auch in sich! Enthalten sind darin unzählige, mystische Malereien und Fotos, Fotos der Bandmitglieder und natürlich viele, viele Texte. Wer die Special-Limited-Edition des Albums besitzt, darf sich außerdem noch auf einen netten Pappschuber und 3 Bonus Tracks freuen; darunter eine Cover-Version von Impaled Nazarenes „The Horny and the Horned“.

Wer auf etwas ungewöhnlichen Black Metal steht, sollte hier zugreifen und sich daran erfreuen!

Tracklist:

1. Boundless Demonication

2. Infernal Flesh Massacre

3. Spawn From The Abyss

4. Bloodline

5. Jehova Desecration

6. Diabolic Force

7. Jehova Desecration

8. Diabolic Force

9. Land Of Deminic Fears

10. Radiance Of Mordacity

11. Graced By Evil Blood

12. Carnage In Worlds Beyond

13. The Septentrionnal Shrine (Bonus-Track der Special-Limited-Edition)

14. The Horny and the horned (Bonus-Track der Special-Limited-Edition)

15. Genocide 2002 (Bonus-Track der Special-Limited-Edition)

 

7/10 Points – reviewed by Ecco