Chronicle of Tyrants – Mental Decay

Ahaaaaaa… Deutschland holt sich nicht nur Inder zum Ausgleich des Defizites an Informatikern, NEIN (!!!) hier scheinen wohl auch ein paar Schweden zur Erhaltung musikalischer Werte ins Land geholt worden zu sein. Denn das was Chronicle of Tyrants uns hier mit “Mental Decay” anbieten, ist ganz klar Todesmetall schwedischer Prägung. Scheint ganz klar an Amon Amarth orientiert zu sein. Jedenfalls klingt es sehr nach Johan und seine Recken. Aber von Kopie kann man nicht sprechen. Alles sehr melodisch, wo dann auch leichte Parellelen zu Hypocrisy transparent werden, aber nur ganz leicht.

Nach einem wirklich düsteren (und gelungenem) Intro wird hier gleich in die Vollen gegangen. Melodisch, flatternde Gitarrenriffs, gutes Drumming und die Stimme des Sängers die der von genanntem Johan recht nahe kommt. Also es kommt mir selbst bei Lied 3 noch so vor als wäre das eine Amon Amarth CD in ca.4 Jahren. Also alles ein wenig weiterentwickelt. Aber nun Schluss hier mit dem Amon Amarth-Gequatsche, nicht das sich Chronicle of Tyrants hier noch auf den Schlips getreten fühlen, weil ich sie wie eine Kopie dastehen lasse. Denn das sind sie definitiv nicht. Mut haben sie auch, denn bei “Demon Inside” glänzt man nicht nur mit sehr klassisch klingenden Riffs, nein man versucht auch ein wenig klar gesungene Zeilen unterzumischen, und es zeigt Wirkung. Abwechslung und Ideenreichtum werden hier nicht vernachlässigt. Und so steigt meine Begeisterung von Durchlauf zu Durchlauf.

Es fehlt dem Album an nichts, es ist kraftvoll, auch vom Sound her, es birgt ebenso wirklich schöne ruhige Momente, und es wird auch mal ein wenig geknüppelt. Die Stimme des Sängers könnte etwas mehr variieren, ist aber im Grunde alles passend, und anständigen grunzen kann er auf jeden Fall.

Die Melodik die allen Kompositionen von Chronicle of Tyrant zugrunde liegt begeistert mich ja immer wieder, wirklich gute Gitarristen, und auch der Bass weiß vollends zu überzeugen. Erstaunlich ist das sich diese Formation erst 2002 gründete, denn “Mental Decay” klingt doch sehr ausgereift. Banderfahrung dürften alle Musiker garantiert schon besitzen. Ich kann diese CD einfach nur all denen empfehlen die auf melodisch düsteren Death Metal stehen. Na wenn hier mal nicht bald eine Plattenfirma anklopft, dann weiß ich ja auch nicht weiter. Ich bin entzückt.

8/10 Points – reviewed by Deamon

official Website: http://www.chronicle-of-tyrants.com

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